Die Geschichte von Nolin

Forum Forum Pathfinder 2nd Edition Die Geschichte von Nolin

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  • #18004
    Philipp
    Keymaster

    Da die Erzählung evtl. zu lang wird wenn wir alle zusammen sind, habe ich die Geschichte von Nolin hier aufgeschrieben. Ich gehe davon aus, dass ihr euch ausruht und das Norros sich um ihn kümmert:

    „Wie geht es Mutter und Vater?“ vor diesem Satz hast du dich gefürchtet.

    Du erklärst Nolin was nach den Goblinblut-Kriegen (4697 AR — 4701 AR) passiert ist. Dass deine Mutter kurz nach seinem Verschwinden verstarb und dein Vater sich vor Kummer dem Alkohol hingab und auch dich dadurch vernachlässigte obwohl du erst 6 Jahre alt zu dem Zeitpunkt warst.

    Du erzählst ihm von den Stunden, die du danach durch das von Krieg verwüstete und ausgeblutete Land gezogen bist und du dann letztendlich dadurch deine Berufung zur Natur gefunden hast. In der Natur verbunden mit Tieren, hast du immer wieder deinen inneren Frieden finden können.

    Während du erzählst, hört dir dein Bruder gut zu, aber du ahnst schon seine nächste Frage.
    Mit zitternder Stimme fragt er dich „Und wie geht es Maria und dem kleinen John…?“
    Auch hier hast du keinen guten Nachrichten und erzählst wie sich deine Schwägerin noch die ersten Jahre um die Köhlerhütte, um John, dich und deinen Vater gekümmert hat und selbst bei der schweren Arbeit des Kohle Machens aushalf dann aber, von der Schwindsucht heimgesucht, im rauen Winter des Jahres 4703 AR verstarb.

    Dein Vater konnte sich ja schon kaum für dich, geschweige denn noch für John, deinem Neffen aufkommen und da ihr, als auch Maria, keine weiteren Verwandten hattet, habt ihr den 3-jährigen John in eines der vielen Waisenhäuser in Isger gegeben. Das ist jetzt, im Jahr 4719 AR, ganze 17 Jahre her und der kleine John, sollte er noch leben müsste jetzt 20 sein.

    Als du mit dieser Erzählung fertig bist, siehst du wie der letzte Lebenswille aus den Augen deines Bruders schwindet und er, eh von Gefangenschaft und seinem fast 20-jährigen Dasein als Sklave, in sich zusammensackt.
    „Die Erinnerung an Maria und John, an Euch alle, gab mir die Jahre über die Kraft es mit Ralldar auszuhalten.“ stammelt er vor sich hin „Aber jetzt…“ Er steht auf und schwankt zu einer Felsenwand, mit kraftlosen Händen verschiebt er einen Stein und zieht ein Langschwert als auch einen kleinen Beutel aus dem Versteck.“

    „Bruder, kannst du mir ein Gefallen tun? Übergib John dieses Schwert, falls er noch lebt. Erzähle ihm von mir und dass ich will, dass er dieses Schwert bekommt“ du merkst wie er immer noch geschickt das Schwert in seiner Hand führt als er es dir überreicht.
    „Erzähle ihm meine Geschichte“ sagt er und er beginnt zu erzählen.

    Er erzählt von seiner Zeit als Soldat, von dem Stolz als Jugendlicher Breachill, ja ganz Isger zu verteidigen gegen die Goblinoiden und ihre Verbündeten. Er erzählt von Schlachten, Siegen und Niederlagen.
    Nolin war so geschickt, dass er schnell in eine kleine Eliteeinheit befördert wurde und es war in dieser Eliteeinheit, die ihn in sein Schicksal trieb.

    „Eines Tages bekamen wir den Befehl, die Höhlen, in der wir uns befinden zu erkunden und auszuräuchern. Zu lange schon hatten uns immer wieder Goblins durch diesen Weg überfallen. Also machten sich unser Trupp auf. Die Grünhäute kämpften verbissen um jeden Zentimeter, jeden Stein, jeden Tunnel und wir waren sehr erstaunt ob dieser Kampfleistung. Es schien, dass sie etwas antrieb. Dank unsere überlegen taktischen Einstellung, gelang es uns letztendlich ihre Linien zu durchbrechen und wir fanden den Grund für ihr Verhalten. Sie schützten ihr Dorf.“ Er schaut betrübt auf den Boden und erzählt weiter: „Bruder, ich bin nicht stolz darauf was wir dann machten, wir waren im Blutrausch und löschten das gesamte Dorf aus, in der Hoffnung, dass die ein Zeichen setzen würde und die vielen Verluste, die wir auch erlitten wieder gut machen würde…“

    Danach setzen wir weiter vor, trafen auch auf Ralldar, dieses abscheuliche Wesen. Ralldar war aber zu diesem Zeitpunkt noch klein und schwächer. Feige war er schon damals und nach kurzer Kampf, verschwand er und wir dachten nicht weiter nach und rangen weiter vor bis wir in einem alten Gemäuer standen. Ein Ring aus Torbögen, Äonen alt, aber hier griff uns ein steinerner Wächter an und wir beschlossen den Rückzug. Das alles ist nicht weit von hier“ Er deutet in einen Tunnel und erzählt weiter:

    „Mein Kommandant gab mir den Auftrag der Nachhut und da passierte es wohl. Ralldar konnte sich, unsichtbar an mich heranschleichen und überwältigen. Er versteckte sich und mich in diesem Versteck“ er deutet auf einen kleinen Felsengang „und ich hörte eine Zeit lang wie mich meine Kameraden suchten, aber der Krieg ging weiter und irgendwann kehrte Ruhe ein. Seit dieser Zeit musste ich Ralldar in seinem Wahn dienen. Er fing an Goblins, die noch vereinzelt zu ihm kamen aufzuessen und dadurch wuchs seine Macht immer mehr. Aber jetzt habe ich meinen Frieden gefunden.“ Er schaut dich nochmal an und drückt dir den Beutel in die Hand: „Sei so gut und lege diesen kleinen Anhänger auf Maria’s Ruhestätte, er gab mir die Jahre über Kraft in den dunkelsten Zeiten als Sklave von Ralldar. Ich weiß nun, was es bedeutet ein Sklave zu sein und keiner ob Mensch, Elf, Zwerg oder Grünhaut sollte je so leben müssen“

    #18005
    Philipp
    Keymaster

    Please ignore Rechtschreib und Grammatik Fehler…

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